NRW bleib sozial!

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> Nachgehakt 2012 <

Es lohnt sich, in soziale Arbeit zu investieren!

Wohlfahrtsverbände legen Forderungskatalog zur Landtagswahl 2012 vor

Im Vorfeld der Landtagswahl warnen die Wohlfahrtsverbände in NRW vor Kürzungen im Sozialbereich. „Die Finanznot der öffentlichen Haushalte darf nicht als Rechtfertigung für den Abbau der sozialen Infrastruktur unseres Landes herhalten“, sagt Hermann Zaum, Vorsitzender der Freien Wohlfahrtspflege NRW. Stattdessen appellieren die Wohlfahrtsverbände an die Politik, ein stabiles soziales Netz für die Menschen in NRW zu sichern und in vorbeugende Unterstützungsangebote zu investieren.

Eine verantwortungsvolle Landespolitik zwischen Finanzkrise und Schuldenbremse müsse sich daran messen lassen, ob sie Perspektiven schaffe. „Sparen allein schafft keine Perspektiven“, so Zaum. „Anstelle ständig nur auf die Ausgabenseite zu gucken, brauchen wir endlich auch eine sachbezogene Debatte zur Einnahmeverbesserung der öffentlichen Hand.“ Wer im Sozialbereich kürze, beschneide die Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe bei all jenen, denen ein besonderes Maß an Unterstützung zu Teil werden muss.

Von der künftigen Landesregierung erwarten die Wohlfahrtsverbände insbesondere:

  1. die Unterstützung von Kindern und Familien durch Investitionen in den U3-Ausbau, den offenen Ganztag, Jugendeinrichtungen und Familienberatung.
  2. die Sicherstellung der Teilhabe am Erwerbsleben durch flächendeckende Angebote für benachteiligte Jugendliche im Übergang von Schule und Beruf sowie öffentlich geförderte Beschäftigung und Unterstützung für Langzeitarbeitslose,
  3. die nachhaltige Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung,
  4. die konsequente Umsetzung des Teilhabe- und Integrationsgesetzes und der UN-Behindertenrechtskonvention,
  5. das Ermöglichen eines selbstbestimmten und würdevollen Lebens im Alter durch passgenaue und wohnortnahe Versorgungsangebote,
  6. eine Politik für die angemessene Refinanzierung sozialer Arbeit.
Der komplette Forderungskatalog zur Landtagswahl 2012 als Download:
NRW bleib sozial - nachgehakt